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Herzlich willkommen bei aardvark!





Wir präsentieren Ihnen Werke des international bekannten Künstlers
Wolfgang Nieblich.

In unserer Galerie können Sie sich mit Nieblichs vielfältigen Oeuvre vertraut machen.
Zeitgenössische Kunst von Wolfgang Nieblich zum Thema Buch in allen seinen Werkgruppen.
Sein Spektrum umfasst Skulpturen, Objekte, Installationen, Malerei, Zeichnungen, Bühnenbilder, ja sogar Buch-Kunst-Möbel.

Die Kunstwerke bieten wir nicht nur zum Verkauf, sondern auch als Verleihstücke beispielsweise für Ihre Geschäftsräume an.
Außerdem führen wir auf Wunsch Atelierverkäufe durch.
Wir würden uns sehr freuen, Sie bei unseren Ausstellungen begrüßen zu dürfen.



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Buchweizen

Künstlerporträt
Wolfgang Nieblich



Geboren 1948, Studium an der Kunsthochschule Berlin von 1970 – 1974, seit 1973 zahlreiche Ausstellungen. Die biographischen Angaben auf seiner Website sind spärlich: Wolfgang Nieblich redet nicht gern über die Dinge, die nichts mit seinem künstlerischen Werk zu tun haben. Vielleicht liegt es daran, dass die Kunst sein Leben ist und alles andere daneben wenig Bedeutung hat? Atelier und Wohnung zumindest legen die Vermutung nahe, dass hier jemand ausschließlich für und mit seiner Kunst lebt.

Bereits seine ersten Ausstellungen, u.a. in Schöneberg und Kreuzberg*, waren erfolgreich und machten Nieblich finanziell relativ unabhängig, sodass er sich ganz auf seine künstlerische Arbeit konzentrieren konnte. Sein Schaffensdrang scheint unermüdlich: Bilder, Skulpturen, Objekte, Bühnenbilder, Architekturprojekte, digitale Medien, selbst vor Bekleidung macht er nicht halt. Ca. 6.500 Werke gibt es inzwischen weltweit von ihm, davon haben ca. 4.500 das Buch zum Thema.
Überhaupt: das Buch. Seit 1979 taucht es immer wieder in seinen Werken auf. Hintergrund dafür ist sein Großvater, bei dem er das Buchdrucker- und Buchbinderhandwerk gelernt hat. Die Faszination für das Buch hat ihn seitdem nie mehr losgelassen und spielt eine große, wenn nicht sogar die größte Rolle in seinem Schaffen.
Mittlerweile hat er eine halbe Millionen Bücher verarbeitet. Dabei handelt es sich ausschließlich um in Leder oder Leinen gebundene Exemplare – Remittenden oder alte Bücher, die sich nicht mehr restaurieren lassen und die er von Nationalbibliotheken oder Buchbindern erhält. Bei Einzelobjekten wählt er Buchrücken gezielt aus, bei Installationen spielt der Titel keine Rolle, da geht es nur um das Buch an sich.
Nieblichs Werke bilden eine Parallele zur anderen Buchkultur, indem sie neue, unerwartete Perspektiven auf die Realität werfen. Man könnte auch mit Musilschen Kategorien sagen, dass sie nicht nur den Wirklichkeitssinn schulen, sondern auch dem Möglichkeitssinn Türen öffnen, der Freiheit, der Phantasie ...

Nieblich ist auch ein Bewahrer. Das zeigt sich vor allem in seinen Buchprojekten. Mit ihnen bewahrt er Bücher vor dem Vergessen und damit die Menschen, die sie geschrieben oder gelesen haben. Seit März 2005 ist er Stiftungsrat des Zentrums für Bucherhaltung in Leipzig, das sich nach dem Brand der Herzogin Anna Amalie Bibliothek Weimar besonders um die Geldbeschaffung für den Erhalt der Bücher kümmert. Im Zusammenhang damit erstellt er Bilder und Multiples, von denen ein Teilerlös zur Restaurierung der Bücher gedacht ist.

Gegenwärtig arbeitet er an einem großen Architekturprojekt: "Der schiefe Turm von Riesa". Sein Gedankenturm, der in Höhe und Breite beständig wächst und in engem Zusammenhang mit seinem eigenen Leben und Schaffen steht und die Verbindung aller Dinge zum Inhalt hat. Schon als kleiner Junge habe er Türme gemalt, sagt Nieblich: "Kinder steigen auf Türme, die Erwachsene nie bauen würden." Er will damit sagen, dass sich ein Künstler ein Stück Kindlichkeit bewahren sollte, um einen unbefangenen Blick auf die Welt und das Leben werfen zu können.

Mit seinen Werken schafft Nieblich Verbindungen, die auf den ersten Blick ungewöhnlich, aber nie verstörend wirken. In jedem Fall lassen seine Bilder und Objekte Raum für eigene Gedanken, Mutmaßungen und Interpretationen. Die Frage, ob er eine Botschaft habe, beantwortet er mit nein. Er stelle sich einfach den Fragen des Lebens (woher, wohin) und setze sich mit ihnen auseinander. Wenn seine Arbeiten zum Nachdenken anregen, findet er es gut. Seine Arbeiten geben nicht vor, die Rätsel des Buches oder des Lebens zu lösen, aber sie haben vielleicht den Anspruch, die Rätsel sehen zu lassen. Und das ist mehr als genug.


letzte Änderungen: 8.3.2010 22:31